psychosomatischer bluthochdruck – wie damit umgehen

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Zwei Wochen ist es nun her, dass ich meinen letzten Eintrag in diesem Blog getätigt habe. Was ist aus meinen Vorsätzen geworden. Wie hat sich mein Blutdruck entwickelt und wie geht es weiter. Bei meinem letzten Besuch bei meiner Ärztin vereinbarte ich mit ihr einen Termin für eine 24 Stunden Blutdruckmessung, welche wir letzte Woche durchführten. Das Ergebnis war, wie erwartet – psychosomatischer Bluthochdruck.

Mein Blutdruck wanderte tagsüber auf einem Durchschnittswert bei 147/88 und einem Maximalwert von 177/113. Nach dem nach Hause kommen bis zum Schlafen gehen senkte er sich aber kontinuierlich ab. In der Nacht pendelte er sich dann bei einem Durchschnittswert von 123/70 ein und überschritt einen Maximalwert von 134/78 nicht. In der Früh wanderte mein Blutdruck nach dem Aufstehen innerhalb von 1 1/2 Stunden von 113/64 auf 164/91. Für meine Ärztin und mich war somit meine These bestätigt. Dieser Bluthochdruck wird psychosomatisch hervorgerufen.

Nun begann der Pferdehandel. Mit meiner Einstellung – ich ändere mein Leben und an Medikamente glaube ich sowieso nicht, konnte ich sie nicht wirklich überzeugen. Ebenso stieß sie bei mir auf taube Ohren, dass ich Medikamente nehmen muss. Wir diskutierten lange darüber und fanden letztendlich einen gemeinsamen Nenner: Die Verschreibung der Medikamente ist eine reine Behandlung der Symptome und keine Behandlung der Ursache. Wenn ich mein Leben nicht ändere, ist es durchaus möglich, dass sich meine Seele ein anderes Ventil sucht. Ich werde ab sofort 1 x täglich (morgens) eine Exforge HCT 5/160/12,5 einnehmen – zeitlich begrenzt, mit dem Ziel, nach Änderung des Lebens dann im Mai/Juni 2018 diese wieder abzusetzen. Mein nächster Termin ist im Dezember 2017 um gemeinsam über die Wirkung von Exforge zu sprechen.

Jetzt, nun 2 Wochen nach meinen ersten Entscheidungen, mein Leben zu ändern, kann ich sagen, dass sich mein Blutdruck gebessert hat. Nicht weil ich die Medikamente nehme, sondern weil ich auch einen Großteil meiner Vorsätze eingehalten habe. Er war  zwar noch nicht in einem Bereich, wo man zum Jubeln beginnen kann. Hat sich aber von einem permanent zu hohem Blutdruck mit Werten von 95% über 140/90 zu einem erhöhten mit „nur“ zwei Messungen über 155/80 (3.11. – 8.11.) entwickelt. Seit 9.11 nehme ich die Medikamente und bin seit 10.11. zu 90% unter 140/90.

Die Erfahrung mit meinen Vorsätzen kann ich wie folgt beschreiben:

Den letzten Tag mit 3 positiven Erinnerungen revue passieren zu lassen, setzte ich zu 90% um und starte damit positiv in den neuen Tag. Genau so, wie auch die tägliche Meditation. Frieden mit der Vergangenheit zu schließen, ist theoretisch abgeschlossen, selbst wenn der eine oder andere Gedanke auftaucht, wird versucht, dieser Person oder diesem Umstand die Absolution zu erteilen. Keine negativen Gedanken zuzulassen oder Ängste zu umarmen. Dies ist der schwerste Part und hier besteht noch Entwicklungspotential.

Last but not least, ich genieße auch Regen. Denn erst wenn man diesen kennt, kann man den Sonnenschein genießen. Ohne meinem psychosomatischen Bluthochdruck hätte ich nie die Chance gehabt, diesen Blog zu schreiben und dadurch – so hoffe ich – anderen Menschen zu zeigen, dass es auch anders geht. Die 3 Sporteinheiten/Woche schaffe ich leider nicht ganz. Wenn ich von der Arbeit heim komme, ist es meist dunkel. Ebenso wenn ich morgens los fahre. Also ist Radfahren unter der Woche schwer möglich. Alternativ dazu, versuche ich mich regelmäßig in Yoga.

Abschließend möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass ich einen Vorgesetzten habe, welchen ich über meinen psychosomatischen Bluthochdruck erzählt habe. Er hat es sich persönlich zur Aufgabe gemacht, mich zu coachen, zu unterstützen und mir zu helfen, Stress zu reduzieren. Leider ist es als Führungskraft nicht immer möglich, aber durch seine Unterstützung und Hilfe geht vieles leichter.

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